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Donnerstag, 7. Mai 2015

Figur tut weh. Positionen um Wieland Försters große Neeberger Figur



Mein ehemaliger Leistungskurs (nun mit Miriam Mundhenke)  hat eine Ausstellung in Bremen - Gerhard Marcks Haus - zum obigen Thema organisiert:

 (aus dem Weser-Kurier)




Hergestellt aus Materialien wie Klarsichtfolie, Maschendraht und Klebeband entstehen transparente 
Gliedmaßen und Torsi.
Geht eigentlich "ganz einfach": Beine, Arme, Köpfe usw. mit Klarsichtfolie (Haushaltsfolie, billiger im Baumarkt zu bekommen) umwickeln und die Form mit transparentem Klebeband fixieren.

Steilvorlage war die Figur "Hommage à Victor Jara“, von Theo Balden, 1974.

Aus dem Artikel des Weser-Kurier:
So fragen sich Joline Imwolde, Lisa Stelter und Cindy Ly, wie sich das Individuum im 21. Jahrhundert entwickelt hat. „Die Skulptur aus einem Zusammenspiel von Draht und Klarsichtfolie verbildlicht den Zustand des Menschen unserer modernen Welt“,schreiben die Schülerinnen. 
Der Skulptur seien ihre Beine und ihr Unterkörper entfallen. Besser gesagt, hätten sich entfernt,
denn sie seien nicht mehr von Bedeutung in der heutigen Welt, die durch online Shopping, Gaming und Chatting geprägt sei. „Fortan löst sich der Mensch immer mehr und mehr auf, und die moderne Technik hat sich wie ein Draht in den Körper des Menschen gepflanzt und die Macht über das Alltagsleben gewonnen“, heißt es in der Werk-Analyse der Gymnasiastinnen weiter. Der Primaner Otis Wehmann liefert einen weiteren Interpretationsansatz: „Wir zeigen in der Ausstellung die Hülle, die Teile, die in gesellschaftlichen Netzwerken zurück gelassen werden“.

Zum Konzept (Niklas Tötzke)
"Wir sind der Kunst-Leistungskurs des Gymnasiums Horn im 12. Jahrgang. Im Rahmen der Vorbereitung auf unser Abiturthema „Porträt“ wurde uns eine Zusammenarbeit, während der Ausstellung „Figur tut weh“, mit dem Gerhard-Marks-Haus ermöglicht. Nachdem wir uns mit der Bedeutung und den Absichten der ausgestellten Plastiken vertraut gemacht haben, insbesondere anhand der „Großen Neeberger Figur“, versuchten wir uns an eigenen Interpretationen von Trauer, Leid und Ohnmacht.

Die Ergebnisse unserer Arbeit fallen auf den ersten Blick vor allem durch ihr ungewöhnliches Material auf. Im Laufe des Arbeitsprozesses fiel die Wahl des Werkstoffes größtenteils auf handelsübliche Klarsichtfolien. Gerade dieses Grundelement macht unsere „Folienfiguren“ dadurch besonders, dass sie dem Betrachter ins Auge fallen und und ihm, wenn auch nur unterbewusst eine Fülle von Interpretationsmöglichkeiten liefern. Angefangen bei dem labil anmutenden Konstrukt, dass die Figur vor dem Zusammenfall schützt, bis hin zur Durchsichtigkeit des einfachen Bürgers in einem undurchsichtigem System."


Fotos aus der Ausstellung








Kleine Broschüre







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